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1.MS - Alemanninnen verpassen Heimsieg gegen Bayer!

Aachen. Die 1.Frauenmannschaft des TSV Alemannia Aachen hat im ersten Heimspiel der noch jungen Saison gegen die Zweitvertretung der Frauenabteilung aus Leverkusen in einem umkämpften Spiel einen Punkt zuhause behalten können. Nach früher 1:0 Führung gab man das Spiel aus der Hand sodass Bayer das Spiel zu einem 1:2 drehen konnte bevor sich die Schwarz-Gelben im Endspurt noch das Unentschieden sicherten.

Der Vorlauf des ersten Heimspieles in der Regionalliga verlief denkbar schlecht. Starke Regenfälle wenige Stunden vor Spielbeginn behinderten die nötigen Platzarbeiten (Linien ziehen etc.) immens, doch bis zum Anpfiff um 15:00 Uhr konnte das Spielfeld soweit präpariert werden, dass das Schiedsrichterinnengespann keinen Grund zur Klage hatte. 
Unsere Alemannia trat diesmal, nach dem erkämpften 2:3 Sieg am ersten Spieltag wo man noch in arger Personalnot war, mit einem kompletten Kader an, d.h. auf der Ersatzbank fand sich die maximale Anzahl an Auswechselspielerinnen ein. Nichtsdesstotrotz fehlen auch weiterhin einige Spielerinnen, sei es aus Verletungs- oder aus Privatgründen.
Das Spiel begann zunächst aus Aachener Sicht sehr positiv. Das Spielgerät fand sich überwiegend in der Leverkusener Hälfte wider, da sich unsere Schwarz-gelben zweikampfstark und agressiv zeigten. Der Ball lief teilweise geschmeidig durch die eigenen Reihen und schon nach wenigen gespielten Minuten standen einige gute Chancen auf dem Aachener Tableau, von denen Sonja Bartoschek in der 16.Minute eine zum hochverdienten 1:0 einnetzen konnten. Bayer bis dahin zwar körperlich auf dem Platz anwesend, allerdings bekam man keinerleih Kontrolle über das Spiel, was unter anderem vielleicht auch damit zusammenhing, dass man von der heimischen Sportanlage Kunstrasen gewohnt ist.
Dieser augenscheinliche  Vorteil verflüchtigte sich in der Folge allerdings zunehmend. Unsere Alemannia verlegte sich auf das Verteidigen und Hinterherlaufen, was Bayer Leverkusen im Umkehrschluss dazu nutze sich in das Spiel zu arbeiten und der Aachener Defensive erste Nadelstiche zu verpassen. 
Was sich immer mehr abzeichnete wurde dann in der 26.Minute auch auf dem Papier notiert, Bayer konnte nach einem individuellen Fehler zum 1:1 (Torschützin Sarah Abu Sabbah) ausgleichen, um im restlichen Verlauf der 1.Halbzeit dann weiter auf's Tempo zu drücken, so dass sich unsere Alemannia fast ausschließlich in der Defensivarbeit beschäftigt war.
Nach dem Seitenwechsel offenbarte sich den wenigen Zuschauern (Regenschauer, Verkaufsoffener Sonntag) zunächst wenig Neues. Bayer Leverkusen war wie schon zuletzt spielbestimmend, allerdings stellte sich die Aachener Defensive zunehmend auf die Angriffe der Rot-Weißen ein, so dass der Führungstreffer der Auswärtsmannschaft in der 59.Minute durchaus in der Kategorie "überraschend" einzuordnen war, obgleich die Führung zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient war. Torschützin war diesmal Laura Sarah Widak der es gelang einen Eckball direkt zu verwandeln, was man sicherlich auch nicht jedes Wochenende zu sehen bekommt.
Unser Aachener Team fing sich nach dem erneuten Rückstand aber bald, profitierte kurz darauf von einer glatten roten Karte gegen Leverkusen was den Alemanninnen nun deutlich mehr Räume und Möglichkeiten bot. Leverkusen zog sich leicht in die Defensive zurück und Aachen wurde immer mutiger. Einige gut herausgespielte Chancen führten zu leichten Abnutzungserscheinungen auf der Aachener Trainerbank, die sich dann aber kurz vor Toreschluss noch einmal zum Jubel erheben konnten: Melina Husemann krönte eine im zweiten Durchgang starke Leistung mit dem 2:2 Ausgleich. Dieser hätte in der Nachspielzeit sogar noch durch einen Siegtreffer versüßt werden können, leider jedoch konnte die Aachener Angriffsreihe zwei weitere Hochkaräter nicht zum eigenen Vorteil nutzen.

So blieb es unter'm Strich bei einem 2:2 der besseren Sorte, bei dem beide Teams phasenweise guten Fussball zeigten, ohne dabei über die gesamten 90 Minuten zu glänzen. Aus Aachener Sicht wäre ein Sieg möglich gewesen wenn man das am Anfang gezeigte Spiel konsequenter durchgezogen hätte und im Abschluss etwas mehr Glück und/oder Konsequenz gezeigt hätte.

Bericht & Bilder: Wicher

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