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U17 - Regionalligaauftakt gegen Bundesligaabsteiger Iserlohn bringt Teilerfolg!

Aachen. Das erste Saisonspiel der Saison 2016/17, welches unsere U17-Juniorinnen nach dem erfolgreichen Aufstieg in der Regionalliga bestreiten, endet für unsere älteste Nachwuchmannschaft mit einem 2:2 (0:1) Teilerfolg gegen den Bundesligaabsteiger FC Iserlohn 46/49.

Aachener Jubel nach dem 1:2 Anschlusstreffer
 Nach der langen Vorbereitungszeit, in der die Mannschaft von Markus Henke sich durch konzentriertes Arbeiten, viel Schweiß und einiger guter Auftritte, unter anderem gegen namenhafte Bundesligisten, offensichtlich gut auf die bevorstehende große Herausforderung Regionalliga vorbereitet hatte, ging es an diesem Samstagnachmittag vor heimischer Kulisse (etwa 40-50 Zuschauer) am Hasselholzer Weg im ersten Saisonspiel gegen die Mädels aus Iserlohn um die ersten wichtigen Punkte in der Liga.
Der Gast, im letzten Jahr noch in der Bundesliga unterwegs, hat nach einem großen Kaderumbruch (17 neue Spielerinnen) sicherlich in Sachen mannschaftliches Zusammenspiel auf dem Papier noch einiges aufzuholen im Vergleich zu unserer Alemannia, die sich im wesentlichen aus vereinsinternen, hochgezogenen Spielerinnen aus der U15 sowie mit dem nun älteren Jahrgang der letztjährigen U17 zusammensetzt.
Auf dem Spielfeld zeigte sich nach einer kleinen Abtastphase bei sommerlichen 25 Grad (auf dem Kunstrasenplatz deutlich wärmer) ein engagierter Gast, der sich zunächst durch clevere Raumaufteilung und ein hohes Maß an Effektivität auszeichnet. Bereits in der 9.Spielminute heisst es aus Alemannia Sicht 0:1, Torschützin ist Leonora Ejupi mit dem ersten Torschuss der Roten. Unsere Alemannia verteidigt zwar solide, lässt im Mittelfeld aber das nötige Maß an Agressivität vermissen, so dass die zunächst zaghaft vorgetragenen Angriffe zumeist schnell in den Füßen der Gegenspielerinnen versanden.
Im Verlauf der ersten Halbzeit entwickelt sich dann ein munteres Spiel in dem unsere Mädels vermehrt zu Spielanteilen kommen, ohne dabei jedoch besonders oft zu Torabschlüssen zu kommen. Die wenigen Chancen die sich bieten, lassen dabei die nötigen Präzision vermissen, allerdings blitzt in einigen Aktionen das aus der Vorbereitung gewohnte Kurzspassspiel, gute Laufwege und die dazugehörigen Steilpässe auf.

Der Aachener Anhang ist sich zum Zeitpunkt der Halbzeit dementsprechend darüber einig, dass unsere Mannschaft in der zweiten Halbzeit sicherlich ergebnistechnisch noch einiges zum Besseren wenden kann. Kaum aus der Kabine wurde diese Einschätzung zunächst untergraben. Unsere Mädels, offensichtlich noch beim Halbzeittee, durfte bereits drei Minuten nach Anpfiff den Ball wieder aus dem Netz fischen, diesmal war dies aber weniger der Klasse der Gegnerinnen geschuldet, sondern vielmehr dem samstäglichen Glück der 0:1 Schützin Leonora Ejupi, der eine Flanke von rechts über den Schlappen rutschte und der Ball in einer formidablen Flugkurve den Weg in's lange Eck des Aachener Gehäuses fand.
Shit happens, für die Schwarz-gelben aber offensichtlich kein Grund in Depressionen zu verfallen, nach wenigen Minuten des Durcheinanders fing sich unser Team und wurde promt mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 belohnt. Nach einem Iserlohner Foul auf halblinker Position fliegt der Ball, geschossen von Kapitänin Chrissy, in den Strafraum, wo sich Lynn Eisenbach in einem kleinen Gewühl durchsetzen kann und den Ball aus etwa 15 Metern einnetzt.
Unsere Alemannia danach mit offensichtlicher Höhenluft, nur zwei Minuten später tanken sich die Alemanninnen erneut in den Strafraum durch, wo sich Iserlohn nur noch mit einem Foul zu helfen weiss. Strafstoß Aachen. Selbstbewusst und trocken verwandelt Leona Erkens zum verdienten Ausgleich. 2:2.
Das Spiel hat sich nun koplett gedreht. Unsere Mädels spielen befreiter und selbstbewusster auf, besonders im Mittelfeld werden plötzlich annähernd 100% der Zweikämpfe gewonnen, was der Offensivabteilung immer wieder Räume und Möglichkeiten für gut vorgetragene Angriffe und daraus resultierende Chancen bietet. Die wenigen Iserlohner Entlastungsangriffe werden zudem von einer im zweiten Abschnitt wesentlich besser organisierten Defensivreihe gestoppt, so dass man sich am Spielfeldrand auf Iserlohner Seite vermehrt zu verbalen Ausbrüchen (von der sportlichen Warte!) oder zu unfairen Aktionen auf dem Spielfeld (gelbe Karte, Zeitstrafe, Handgreiflichkeit) genötigt fühlt, wohingegen man sich auf Aachener Seite fragt wieso der Siegtreffer nicht fallen will. Die Chancen wären in jedem Fall da gewesen, unter anderem ein Schuss von Chrissy an's Lattenkreuz kann auch mal im Kasten landen.
So bleibt es aber am Ende beim 2:2, sicherlich ein 2:2 für Alemannia Aachen die nach einem 0:2 Rückstand noch viel Moral beweisen und zum Ausgleich kommen und sich zudem in der zweiten Halbzeit deutlich steigern.

Wenn man aus neutraler Sicht ein Fazit versuchen möchte so werden beide Teams zufrieden sein können. Dem Gast aus Iserlohn ist es in der Vorbereitung gelungen 17 neue Spielerinnen in die Mannschaft zu integrieren, was besonders in der 1.Halbzeit durchaus schon wie eine Mannschaft aussah und unsere Alemanninnen haben gezeigt, dass sie die Vorbereitung gut genutzt haben und in dieser Regionalliga eine gute Rolle spielen können und werden. Allerdings waren bei beiden Mannschaften noch einige Baustellen offensichtlich, was am 1.Spieltag einer frischen Saison aber ganz normal ist und von den Trainerteams im Verlaufe der Saison bearbeitet werden wird.
In diesem Sinne, sportliche Grüße aus Aachen, vielen Dank an beide Teams für ein tolles Fußballspiel!

Fupa-Bildergalierie: http://www.fupa.net/galerie/alemannia-aachen-fc-iserlohn-160703/foto1.html

Bericht & Bilder: Wicher


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