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U16 - Erneutes Torspektakel!

Merl. Unsere U16-Juniorinnen können auch im vierten Saisonspiel in der Mittelrheinliga punkten. Nach drei Siegen zum Auftakt holte unsere Nachwuchsmannschaft gegen die bis dato punktlosen Merler in einem fesselnden Spiel ein Unentschieden.


Wenn man nach vier Spielen etwas unten den berühmten Strich schreiben möchte so könnte man vermerken dass unsere Auswärtsspiele bisher für alle Beteiligten in Richtung Herzklabaster gehen. Zuhause wurden bisher zwei Siege, 9:0 und 2:0 eingefahren, auswärts gewann man das erste Saisonspiel in einem denkwürdigen Spiel mit 3:4, nicht zu toppen? Eindeutig. Im heutigen zweiten Auswärtsspiel gegen den RW Merl hieß es am Ende 4:4.
Das Match stand zunächst unter guten Voraussetzungen. Das Heimteam, schon beim Warmmachen über die Maßen vom Trainer in Fahrt gebracht, stand zunächst gut ohne dabei viel Druck nach vorne zu entwickeln so dass unsere Alemannia sich ohne Probleme leichte Feldvorteile erspielen konnte. Nur folgerichtig ging man bereits nach 10 Minuten in Führung. Was zunächst als klare Angelegenheit aussah wurde in  den folgenden Minuten komplett ausradiert. Merl, bisher noch mit keinem Angriff kam mit Wiederanpfiff zu einer Torgelegenheit welche man auch direkt zum 1:1 nutzen konnte. Alle Uhren dementsprechend wieder auf Null. 
Allerdings änderten die Merler nun ihre zunächst zurückhaltenden Pressingbemühungen und begannen unsere Spielerinnen zunehmend früher zu stören, was durchaus zu ersten Erfolgen führte. Unterstützt wurde man dabei von einem selten erlebten Fehlpassfestival was den Gegner quasi zum Tore schießen einlud. Kaum ein Ball, unabhängig von seiner Passgeberin kam am gewünschten Ziel an. Immer wieder wurde das Spielgerät den Gegnerinnen direkt in die Füße gespielt was diese zunächst aber nicht zu nutzen wussten.
Ganz im Gegenteil, ein schnell ausgeführter Eckball und die darauf folgende Flanke wurde von Merl per Hand gestoppt sodass sich für unsere Kapitänin die Chance zur 1:2 Führung ergab welche sie mit Bravour meisterte.
Man könnte meinen dass sich das Spiel durch die erneute Führung bessern würde, dem war zum Unmut des schwarz-gelben Anhangs, die sich zudem noch das ständige teilweise sehr unsportliche Palaver der lautstarten Merler Anhänger antun mussten, nicht so. Weiterhin kamen die einfachsten Bälle nicht bei den Mitspielerinnen an, viele technische sowie taktische Fehler verhinderten einen kontrollierten Spielaufbau und bestärkten Merl in ihren Bemühungen das Spiel an sich zu reißen. Ein Spiegelbild der bisherigen Gesamtleistung war dann der Ausgleich des Heimteams in der 31.Minute welchen sie nicht mal selbst zustande brachten sondern von schwarz-gelb höchst selbst per Eigentor erledigt wurde. Kann passieren, Schwamm drüber! Passte nur ins Bild des gesamten Auftrittes.
Ab und an kann eine Halbzeit ja Wunder bewirken, das jedenfalls war unsere Hoffnung, doch wer dachte es könnte nicht mehr wesentlich schlimmer kommen, wurde mit Blick auf die zweite Halbzeit eines besseren belehrt. Merl inzwischen spielbestimmend konnte sich bis zur 64.Minute eine verdiente 4:2 Führung herausschießen, was von den Spielerinnen und Zuschauern zu Recht gefeiert wurde. Auf Aachener Seite auf dem Spielfeld führte diese Demontage zunächst zu keiner Reaktion, das gewieften Aachener Trainerinnenteam tüftelte unterdessen an einer folgenschweren Taktikumstellung, da spielerisch wohl selbst bei weiteren vier Spielstunden an diesem gebrauchten Samstag nichts zu erwarten war. Anstelle des gewohnten Kurzflachspieles gingen nun alle Bälle auf Fabienne die die Bälle hol und weit hinter die Abwehr schlug wo sich die Aachener Stürmerinnen, inzwischen drei Stück, auf die Socken machten und gegen ausgepowerte Merler Abwehrspielerinnen versuchten sich durchzusetzen. 
Einer der ersten dieser langen Bälle konnte auch direkt von Lara traumhaft verwertet werden, sodass man zum 4:3 aufschließen konnte. Die angespannte Stimmung, auf Aachener Seite zwischen Ironie und Spannung schwankend, auf Merler Seite zwischen Euphorie und der Angst noch alles zu verspielen, spitzte sich immer weiter zu, da sich Merl vom Schiedsrichter zunehmend falsch interpretiert sah, was zu einem gewissen Grad verständlich war, spätestens mit dem verbalen Ausraster des Trainers und dem folgenden Platzverweis das verträgliche Maß überschritt. Zudem wurde durchaus viel unnötiges Agressivitätspotential von außerhalb des Rasens hereingetragen. Sechs gelbe Karten in der zweiten Halbzeit zeigen zudem auf, dass entweder das Spiel sehr hitzig geführt wurde oder aber der Schiedsrichter die Partie nicht immer unter Kontrolle hatte.
Zurück zum sportlichen. Unsere Mädels, vom Anschlusstreffer beflügelt, begannen die Taktik der hohen Bälle zu verfeinern. Der nächste lange Ball, unter Kontrolle gebracht von Lynn wurde in den Strafraum getragen bevor sie rüde von den Beinen geholt wurde. Strafstoß Nummer zwei für unsere Alemannia, für Merl offensichtlich Grund zur Annahme dass sich die Aachener im generellen sportlich sehr unfair verhalten und der Schiedsrichter keine Augen im Kopf hat. Das man nicht nur in dieser Szene offenbar die Merler-Fußballerbrille auf hatte wurde auch wenige Minuten später deutlich als es zum angesprochenen Platzverweis des Trainers kam. Ein zwar klar ballgespielter Ball führte zu einem Aachener Freistoß aus dem Grund, dass die Merlerin durch ihr rustikales Einsteigen auch eine Verletzung der Aachenerin in Kauf nahm. Regelkunde hilft...zurück zum Spielgeschehen wenige Minuten zuvor. Elfmeter für Alemannia, erneut tritt Fabienne an und kann zum 4:4 Ausgleich einnetzen. Beide Elfmeter mit Zuhilfenahme der Latte im Tor untergebracht. Waghalsig oder gekonnt? ;)
Die Spannung inzwischen bei allen Beteiligten spürbar, das Spiel unterdessen wurde zwar nicht besser, war nun vom Kampfgeist beider Teams bestimmt. Chancen ergaben sich noch auf beiden Seiten, zunächst vergaben die Merler ein paar Möglichkeiten bevor Aachen mit der letzten Aktion noch die Chance auf den Lucky-Punch hatte. Freistehend vor dem Merler Tor behielt die Torhüterin in dieser Szene allerdings die Oberhand sodass es am Ende bei einem 4:4 der spektakulären Art und Weise blieb. 

Mein Fazit: Unsere U16 kann auswärts aktuell offensichtlich nur Spektakel. Allerdings, was am Ende mit einem Punktgewinn endete kann man unter dem Mantel des respektablen späten Zurückkommen als die schlechteste Saison"leistung" bezeichnen. Durch die Bank klappte bei uns leider wenig bis gar nichts, umso wichtiger ist es nun in der kommenden Woche die Köpfe wieder frei zu bekommen, konzentriert an den Fehlern zu arbeiten um dann im nächsten Saisonspiel wieder zu punkten. (Bzw. morgen in Eindhoven Vollgas zu geben!)


Bericht: Wicher; Bilder: Wicher, Paulick


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