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2.MS - Punktelieferant Alemannia

Hasselholz. Unsere 2.Mannschaft taumelt weiter in Richtung Abstiegsplätze. Nach der 2:9 Schlappe am letzten Spieltag gegen den Tabellenzweiten 1.FFC Bergisch Gladbach, gegen die man aus Tabellensicht sicherlich verlieren darf, wenn auch nicht in der Höhe, setzte es am 11.Spieltag nun eine 2:3 (1:0) Niederlage gegen den bis dato sieglosen Tabellenletzten Hertha Rheidt.

Bevor ich mich über die die "Leistung" unserer Zweitvertretung auslasse, sei an dieser Stelle angemerkt, dass ich in der aktuellen Saison leider bisher kein Spiel sehen konnte, sodass das Kellerduell in der Verbandsliga meine Saisonpremiere darstellte. Mit Blick auf den bisherigen Saisonverlauf habe ich meine Ansprüche im Vorfeld relativ weit hinab gesetzt, da unser Team bisher offensichtlich nicht besonders oft mit überzeugenden Leistungen aufwarten konnte, im Gegenteil, es eher Ausrutscher in Richtung klare Klatsche gab, namentlich gegen eben angesprochene Gladbacher (2:9) sowie gegen Tabellenführer Menden (0:7). Dennoch, die Tabelle sagt ebenso aus, dass die Gegnerinnen von Hertha Rheidt bisher noch wesentlich größere Probleme in der Liga haben. Vor dem Spieltag stellten sie mit einem mikrigen Punkt klar den Tabellenletzten, mit 8 zu 32 Toren zudem sowohl die löchrigste Abwehr als auch den schlechtesten Sturm.
Angereichert mit externen Beschreibungen manch einer Leistung war ich daher sehr gespannt wie sich das junge Team, gecoacht von Trainer Bernd Aufderheide präsentieren würde, ob man sich durch eine gute Leistung und einem Punktgewinn etwas aus dem Abstiegssumpf freikämpfen kann oder ob es eine erneute Negativleistung gibt.
Die Partie begann unter blauem Himmel und Sonnenschein mit einer leicht überlegenen Alemannia, die im heimischen Stadion vor mehr Publikum als üblich (unsere 1.Mannschaft spielte in der Folge) wie ein Heimteam auftrat. Dem Tabellenplatz und dem aktuellen Selbstvertrauen geschuldet zwar nicht mit großem Offensivspektakel, doch stand die Defensive zunächst sicher und auch in der Offensivbewegung wurde der Ball teilweise gut durch die eigenen Reihen befördert und einige Male sehr gut in Richtung Rheidter Tor befördert. Das es zur Halbzeit nur 1:0 aus Sicht unsere Alemannia stand war einer unterirdischen Chancenverwertung und der besten Rheidterin, der Torfrau Sabrina Schwalbach geschuldet, die mit mehreren tollen Paraden eine höhere Aachener Führung verhinderte. Lediglich in der 31.Minute musste sie hinter sich greifen als ein Aachener Angriff von Gina Stumm (17) hervorragend vollendete.

Rheidt präsentiere sich im ersten Durchgang überwiegend wie ein verdienter Tabellenletzter. Langholz und viele Abspielfehler bestimmten den Spielaufbau, leidiglich eine sehr gute Chance konnte man sich Anfangs herausspielen, die eingelaufenen Stürmerinnen konnten die Flanke aber nicht verwerten.
Daran änderte sich auch im zweiten Durchgang zunächst wenig, Rheidt konnte augenscheinlich nicht mehr, unsere Alemannia wollte nicht. Allerdings wurden die Pressingbemühungen der Auswärtsmannschaft etwas druckvoller, was unsere Mannschaft immer öfters in Bedrängnis brachte, teilweise unerklärliche Fehlpässe brachten Rheidt augenscheinlich besser in die Partie, auch wenn der geneigte Zuschauer nach dem 2:0 in der 63.Minute durch Sarah Schüller (28) schon den Deckel auf die Partie machen wollte.
Doch es sollte anders kommen. Mein Spielbericht, der sich doch bisher augenscheinlich positiv ließt, ließ bisher die Tatsache außer Acht, das sich unsere Mannschaft fast ohne Gegenwehr auf dem Platz bewegen konnte. Rheidt war zwar bemüht und im Zweikampf oft auf der Höhe, aber sonst zu limitiert um unsere Mannschaft effektiv in Probleme zu zwingen, weshalb sich erst im Verlaufe der zweiten Halbzeit offenbarte, dass, wenn unsere Alemannia etwas unter Druck gerät, jeglicher Spielfluss und eventuelles Spielsystem fehlt.
74.Minute, Caroline Frost (95) macht nach einer unglücklichen Aktion unserer Torhüterin den 2:1 Anschlusstreffer und Tatjana Claes (11) lässt den Tabellenletzten nur 30 Sekunden nach dem ersten Treffer fast komplett ausflippen. 2:2. Dass die Spielerin sich gute 3 Meter im Abseits befindet mag im Augenblick den Treffers zwar für große Aufregung sorgen, hilft leider aber nichts wenn der Schiedsrichter dies nicht sieht.
Das Spiel ist inzwischen komplett gekippt, aus Aachener Sicht fühlt man sich zum letzten Wochenende zurückversetzt, wo man in 15 Minuten fünf Gegentore kassierte. Bis dato hieß es auf der Anzeigetafel zwar noch 2:2, doch von unserer Mannschaft war nicht mehr zu sehen, plan- und ziellos wurde der Ball nach Eroberung nach vorne geholzt in der Hoffnung auf ein Zufallsprodukt was sich aber nicht einstellen wollte. Im Gegenteil kam der Ball zumeist postwendend zurück. Ein letztes Aufbäumen unseres Teams gabs's in der 84.Minute, als man sich noch einmal sinnbringend nach vorne spielen konnte. Die daraus resultierende Großchance konnte aber abgewehrt werden und das Auswärtsteam  fuhr einen starken Gegenkonter der dann sogar noch zum 2:3 führte. Torschützin war diesmal Tiffany Ann Kohlmeyer (29).

Geknickte Gesichter nach dem Abpfiff auf Aachener Seite, Hertha Rheidt hätte nach dem ersten Saisonsieg sicherlich sicherlich gerne mehrere Flaschen Shampus geköpft...es gab aber keinen. Glückwunsch nach Rheidt zum Sieg. Für unsere Mannschaft heißt es jetzt in der Winterpause Wunden lecken und sich hoffentlich gut auf den nächsten Spieltag im März gegen den KBC (Tabellenvorletzter) vorzubereiten, in der Hoffnung dass man sich nicht wieder als Punktelieferant hervortut.




Bericht, Bilder: Wicher

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