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U16 – starker Auftritt bei der Westdeutschen Hallenmeisterschaft

Duisburg-Wedau. Am Wochenende 04./05.03.2017 durfte sich unsere U16 in der Sportschule Wedau mit den besten 10 Mannschaften der Fußballverbänden Westfalen(3), Niederrhein(3) und Mittelrhein(4) messen. Ausgespielt wurde die Westdeutsche Hallenmeisterschaft der C-Juniorinnen im Sportpark Duisburg Wedau, welcher direkt neben dem Stadion vom MSV Duisburg Sportmöglichkeiten und Leistungszentren für über 40 Sportarten bietet – echt beeindruckend. Damit  das Turnier auch zum echten Highlight für die Mädels wurde, übernachtete man gemeinsam im „Bettenturm“ der Sportschule Wedau und konnte so auch außerhalb des 2-tägigen Turniers gemeinsam viel Spaß erleben und den Teamgeist stärken.

Die Gruppeneinteilung  wurde erst kurz vor Turnierbeginn in einer Trainerbesprechung  ausgelost. Was zunächst als tolle, da transparente, Idee wirkte, entpuppte sich dann doch als „nicht ganz ideal für Aachen“, denn das Losglück bescherte uns eine herausfordernde Gruppe A mit den Siegern aus Niederrhein (SGS Essen) und aus Westfalen (Gütersloh), sowie den Zweitplatzierten aus Mittelrhein (1.FC Köln) und Niederrhein (Dinslaken). Im Gegensatz dazu hatte es in Gruppe B Bayer Leverkusen etwas einfacher erwischt und traf auf die Dritt- und Viertplatzierten der Verbände (Hohenlimburg, Walbeck, Borchen und Wiedenest-Othetal), gegen welche es sich dann auch mit insgesamt 23:0 Toren durchsetzte.
Wie jeder gute Sportler weiß, gibt es keine schlechte Auslosung und so freuten sich die Alemanninnen, sowie die Trainerinnen auf die fordernden Gegner, denn dafür hatte man sich ja in den beiden Qualifizierungsturnieren (Kreismeisterschaft und Mittelrheinmeisterschaft) aufgeopfert und wer gewinnen will, muss eh alle schlagen! Somit ging es dann Samstagnachmittag mit neuem Motivationsspruch und Unterstützung der Siegesgöttin Nike in die ersten beiden Vorrundenspiele zu je 20 Minuten Spielzeit gegen SGS Essen und den 1.FC Köln:

SGS Essen:
Gegen Essen entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in welchem die Aachenerinnen mehr Ballbesitz und Spielanteile hatte. Leider gelang es nicht, wirklich viele große Chancen herauszuholen, da oft etwas zögerlich nach vorne gespielt wurde und die perfekt stehende Essener Abwehr sehr viel abfangen konnte. Essen hatte auch nicht viele Chancen, nutzte diese aber konsequent und abgebrüht, sodass das Spiel 2:0 für Essen ausging. Insgesamt wirkte Essen etwas dynamischer, aber spielerisch waren die Alemanninnen gleichwertig – da wäre mehr drin gewesen.

1.FC Köln:
Gegen Köln begannen unsere U16-Mädels mit deutlich mehr Einsatz und Mut, sodass sich ein beidseitig offensiv geführtes Spiel entwickelte, welches abwechselnd zu Torchancen auf beiden Seiten führte. Entgegen anderen Spielen gegen unseren Erzrivalen gingen die Alemanninnen dann nicht unverdient 1:0 in Führung. Anschließend verstärkten die bekannt aggressiv spielenden Kölnerinnen den Druck aber immer mehr und kamen dann verdient zum Ausgleich. Nach 8 Minuten konnte Köln dann auf 2:1 erhöhen. Anders als nachfolgende Mannschaften, spielten die Aachener Mädels weiter offensiv mit, was dann insgesamt zu einer 4:1 Niederlage führte. Ein sicherlich verdienter Sieg für Köln, wobei die Aachnerinnen aber schon deutlich besser agierten, als im ersten Spiel.

Somit war nach dem ersten Tag leider die Chance für das Halbfinale gleich null, sodass man für den 2. Tag den 5. Gesamtplatz anvisieren musste.  Hier ging es dann am Sonntagvormittag in der Vorrunde mit Gütersloh und Dinslaken weiter:

FSV Gütersloh 2009:
Nach den Spielen des ersten Tages konnte man nicht genau einschätzen, wie sich dieses Duell entwickeln würde, aber es war klar, dass dies der stärkere der beiden Gegner sein würde. Somit waren die bereits um 9:00 Uhr angereisten Aachener Fans sehr erfreut, als die Alemanninnen direkt die Spielkontrolle übernahmen und Gütersloh in die Defensive drängte. Es konnten einige gute Torchancen herausgespielt werden, aber der Ball wollte einfach nicht ins Netz. Trotz aller Angriffsbemühungen konnte aber in den 20 Minuten kein Tor erzielt werden, sodass es unglücklicher Weise beim 0:0 blieb.

SuS Dinslaken 09:
Um Gütersloh im Rennen um den dritten Platz in der Gruppe hinter sich zu lassen, musste Aachen nun gegen Dinslaken übers Torverhältnis vorlegen. Aufgrund der bisherigen Ergebnisse war die Hoffnung allerdings nicht allzu groß. Doch diese Mal ließen es die Alemannia Mädels richtig krachen und schoss im Minutentakt ein Tor nach dem anderen, sodass es in der 6. Spielminute bereits 5:0 stand. Nach einigen torlosen Minuten konnte der Vorsprung gegen Ende des Spiels noch auf 8:0 ausgebaut  werden. Nach dieser tollen Leistung, welche gleichzeitig den höchsten Sieg in der Gruppe A darstellte, war man im Torverhältnis deutlich an Gütersloh vorbeigezogen.  

Da Gütersloh das letzte Vorrundenspiel gegen die offensiv starke Kölner Mannschaft antreten musste, waren die Aachener Hoffnungen auf das Spiel um den 5. Platz groß. Aber man hatte nicht mit den „Taktik-Fertigkeiten“ der beiden Kontrahenten gerechnet. Bei einem Unentschieden wären die Kölner im Halbfinale und die Gütersloher im Spiel um Platz 5 gewesen. Beide Teams wären bei einem Sieg im Halbfinale gewesen. Das schien aber nicht das Ziel beider Trainer zu sein, denn Gütersloh spielte mit Defensiv-Raute, ohne die Kölner Hälfte betreten zu wollen, während die Kölnerinnen wenig erfolgreich dagegen anrannten. Als dann endlich nach ca. 7 Minuten das 1:0 für Köln fiel, erwartete man eine andere Ausrichtung, aber die Taktikanweisung aus Gütersloh lautet „Ihr bleibt hinten eingeigelt!“. Als dann auch noch in Minute 13 Gütersloh aus einem Zufallskonter heraus zum 1:1 ausglich, nahm das Spiel ungewöhnlichen Verlauf. Während Gütersloh weiter mauerte, griff Köln nun zunehmend vorsichtiger an, um keinen weiteren Konter zu fangen. Dies gipfelte dann in einer längeren Phase, in der sich die beiden Kölner Abwehrspielerinnen den Ball in der eigenen Hälfte zupassten, während die 4 Gütersloher Spielerinnen sich dies aus der eigenen Hälfte heraus ansahen. Als das gesamte Hallenpublikum immer lauter in ein Pfeifkonzert einstimmte, bestärkten beide Trainer ihre Teams, es genauso weiter zu machen. Es erinnerte schon an die Schande von Gijón, wenn es auch letztendlich die vernünftigen Kölner Mädchen nicht aushielten und dann in den letzten beiden Minuten doch noch leicht verhalten versuchten, ein Tor zu erzielen, was dann aber leider misslang. Auch wenn es für die Aachener bitter war, muss man den beiden Taktikfüchsen, welche sich dann nach Spielende auch herzlich zum Erfolg beglückwünschten, zum erreichten Ziel gratulieren. Taktisch clever – sportlich unfair.

Zum Glück gab es dann vor dem erreichten Spiel um Platz 7 für Eltern und Spieler eine Mittagspause zur Beruhigung der Gemüter. Im weiteren Verlauf des Nachmittags bestätigten sich dann die Vermutung über die Gruppenstärken und in den Platzierungsspielen und den Halbfinale gewannen dann alle Mannschaften aus Gruppe A die Spiele teils sehr deutlich gegen Gruppe B. Unsere Alemanninnen mussten um Platz 7 gegen SV Walbeck antreten: 

SV Walbeck:
Im letzten Auftritt erwischten die U16-Mädels einen Traumstart und erzielten nach wenigen Sekunden und traumhaftem Zusammenspiel das 1:0. Nach 6 Spielminuten stand es dann bereits 4:0 und kurz vor Ende wurde dann der 5:0 Endstand erzielt.

Bleibt noch festzuhalten, dass im Spiel um Platz 3 dann überraschend Bayer Leverkusen im Sechsmeterschießen 1:3 gegen die lautstark unterstützten Hohenlimburgerinnen verlor. Im Finale setzte sich dann der 1.FC Köln gegen die SGS Essen mit 2:0 durch. Auch wenn dies keine Begeisterung hervorrief, gibt es zum Trost wenigstens im nächsten Jahr wieder 4 Startplätze für den Mittelrhein…  


Somit verlief der 2. Tag dann mit Ausnahme der „Taktikspiels“ doch sehr erfreulich für die Alemannia und die Mädels hatte am Wochenende viel Spaß. Auch wenn es gegen die ganz guten Gegner noch ein bisschen an Cleverness und Effektivität fehlte, konnten die Mädels doch zeigen, dass sie spielerisch mithalten können, was das erzielte Torverhältnis von 14:6 noch mehr aussagt, als der erreichte 7. Platz. Ihr könnt stolz auf eure Leistung sein, weiter so Mädels
Text: Holger Büttgen



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