Direkt zum Hauptbereich

U17 - Kantersieg zum Jahresabschluss!

Kleve. Unsere U17-Juniorinnen gewinnen im letzten Pflichtspiel des Kalenderjahres 2018 klar und deutlich am 11.Spieltag der Regionalliga gegen den SV Bedburg-Hau 1923/27 mit 1:6. Nach einem turbulenten Schlussspurt unserer Alemanninnen mit 10 Punkten aus den letzten vier Spielen und dem damit verbundenen Sprung auf den fünften Tabellenrang kann man sich damit nun mit gutem Gefühl in die Winterpause verabschieden um dann Mitte Februar gegen den MSV Duisburg weiter am Punktekonto zu schrauben.


Was hat man an einem ersten Dezember vor? Wenig, außer unseren Mädels zur Abwechslung mal die Ehre zu erweisen und sich für zwei Stündchen durch die Ruhrpöttchen Autolawinen zu quälen. Ein Traum! Angekommen im beschaulichen Kleve erwartet mich bei angenehmen 10 Grad und leichtem Niederschlag die Sportanlage vom 1.FC Kleve. Ein beschauliches schönes Stadion mit überdachter Haupt- und Gegentribüne und einem kleinen einladenden Vereinsheim. Zu Gast neben unserer Mannschaft und den Gastgeberinnen auch ein breiter Anhang der Bedburger sowie die üblichen Verdächtigen auf Alemannenseite welche der Partie die stimmungsvolle starke B-Note gaben.

Zum Spielgeschehen. Unsere Mannschaft ging in diese Partie mit dem klaren Ziel den positiven Trend der letzten Wochen zu bestätigen und die ewige Auswärtsschwäche zu besiegen. Nachdem ich mir zuletzt einige tolle Spiele der Mädels anschauen durfte war die Erwartungshaltung recht hoch gesetzt, zu mal es sich beim Gegner Bedburg um einen direkten Konkurrenten mit Blick auf die aktuelle Tabellensituation handelt. Ein klassischen sechs-Punkte Spiel!

Mit diesem Ziel begann unser Team dann auch. Das Trainergespann hatte offenbar die richtigen Worte gefunden, denn unsere Mannschaft setzte die Gastgeberinnen von Beginn an außerdordentlich effizient unter Druck! Angefangen vom offensiven Niederlande-Trio die die Gegnerinnen bereits an der Strafraumkante anliefen und somit immer wieder für Balleroberungen oder unkontrollierte versuche des Spielaufbaus sorgten; über das erneut bärenstarke Mittelfeld welches durch gutes Stellungsspiel wenig Luft für die Gegnerinnen ließ und darüber hinaus in der 1.Halbzeit gefühlt 100% seiner Zweikämpfe gewann; bis hin zur Defensive die auch ohne die verletzte Anne (gute Besserung!) souverän und stets um eine ruhige Pille bemüht hinten heraus fast alle Offensivaktionen vom Gegner unterbinden konnte. Ein besonderer Anblick war dabei der Einsatz von Nikola Schoenen, die nach 9 Monaten Verletzungspause das erste Mal wieder in der Startelf stand, schön das du wieder voll dabei bist! Und zu guter letzt unsere Torhüterin, die einen überwiegend ruhigen Nachmittag erlebte, in den Situationen wo sie gefordert war ihren Job aber souverän löste.
So war die logische Konsequenz, dass es bereits früh im Spiel, nämlich nach elf Minuten, bereits 0:2 für unsere Alemannia hieß. Zunächst hatte Nina Delsemme bereits in der 3.Minute einen Abschlagfehler der Bedburger Torfrau ausgenutzt und den Ball sehenswert aus 35  Metern im verweisten Tor untergebracht, bevor Lea Oellig sich in der 11.Minute um den Platz unter den kuriosesten Toren der Spielzeit bewarb. Nach einer Ecke unserer Alemannia hatte zunächst eine Bedburger Spielerin ihre Torhüterin ungewollt zu einer  Glanzparade gezwungen, den Abpraller konnte Lea dann gedankenschnell aus scheinbar unmöglichem Winkel von der Grundlinie zwischen der Keeperin und dem Pfosten hindurch ins Tor befördern.

Und weiter spielte nur unsere Alemannia! Bei einsetztendem Wind und stärkerem Regen versuchte man vermehrt das Mittel des Fernschusses da das Spielgerät auf dem kurzen nassen Rasen ordentlich an Fahrt aufnehmen konnte. Zählbares sprang dann wieder in der 21.Minute heraus, nach dem man die eine oder andere Chance liegen gelassen hatte. Auf der linken Außenbahn setzte sich Rachelle Wijnne wie in vielen anderen Situationen stark durch und versuchte sich von der Strafraumkante mit einem Flachschuss in's lange Eck welchen die Torfrau nur zur Mitte hin abwehren konnte, wo sich Caityln Hermans per Abstauber als dritte Spielerin in die Torschützenliste eintrug.

Die Gastgeberinnen auf der anderen Seite hatten sich bis dato kein Mal gefährlich vor dem Aachener Gehäuse gezeigt, ganz ohne Gegenwehr wollte man sich aber offenbar nicht geschlagen geben. Zunächst wechselte die Mannschaft von Sven Rickes in der 22.Minute und wurde in der Folge im Aachener Strafraum gesichtet. Zunächst noch ohne fortune im Abschluss, in der 29.Minute dann durch Jule Ingenhaag mit dem überraschenden Anschlusstreffer, von dem sich unsere Mannschaft aber nicht wesentlich beeindrucken ließ.

Nur fünf Minuten später (35.Minute) konnte man den drei-Tore Abstand wieder herstellen. 1:4! Torschützin war Alina Paschke, für die es eine besondere Partie war. In ihrem letzten Auftritt für unsere Alemannia durfte sie ihre Mannschaft als Kapitänin auf's Feld führen und mit sich am Ende zwei eigenen Toren einen wesentlichen Anteil am Erfolg auf die Stirn schreiben. Vielen Dank für dein Teilhaben an der Alemanniafamilie in den letzten Jahren und alles alles gute für deine Zukunft!!

Halbzeitpause im kalten Rund, Zeit sich ein wenig aufzuwärmen und darüber zu spekulieren ob das nun die gute oder die schlechte Halbzeit war. Um etwas vorwegzunehmen, aus Sicht des Schirigespanns war es die gute Halbzeit. Hatten ein paar angebliche Abseitsentscheidungen im ersten Durchgang nur für leichtes Kopfschütteln gesorgt, pfiff und wunken sich die Herrschaften in der zweiten Halbzeit um ihre gute Benotung. Der auch im zweiten Durchgangn konzentrierten Alemannialeistung geschuldet konnten sie sich am Ende zwar nicht um den Titel des Spielentscheiders bewerben, dennoch, leider schwach!
Aus Alemannensicht war die zweite Halbzeit vom Ergebnis und auch vom Spielgeschehen die spannendere. Bedburgs Trainer kam mit jeder Menge Gesprächsbedarf aus der Kabine und wusste das auch lautstark neben dem Platz zu äußern. Seine Mannschaft konnte damit augenscheinlich etwas anfangen, so versuchte man nun besonders im Mittelfeld die Zweikämpfe wesentlich agressiver anzugehen und unsere Mädels bereits früh im Spielaufbau zu stören.
So entwickelte sich eine ausgeglichenere Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Unsere U17-Juniorinnen ließen die Gastgeberinnen dabei in weiten Teilen der 2.Halbzeit gewähren ohne dabei hinten nachhaltig in's Schwimmen zu geraten. Viele brenzlige Situationen wurden spielerisch gelöst, an der einen oder anderen Stelle war aber durchaus auch das Glück des Tüchtigen auf unserer Seite.

In der Offensive wusste man sich wie schon in der 1.Halbzeit gut zu helfen. Bereits in der 50.Minute konnte Alina Paschke mit ihrem  zweiten Treffer gefühlt "den Deckel" auf die Partie setzen. Per Fernschussbogenlampe sorgte sie aus 20 Metern für großen Jubel. Ob man hier nun von einem Sonntagsschuss oder einer technischen Glanzleistung sprechen kann bleibt dem Leser selbst überlassen.
Den Schlusspunkt setzte dann in der 71.Minute Rachelle Wijnne die sich mit ihrem Tor für eine tolle Leistung belohnte. 1:6.

Am Ende nimmt unsere Mannschaft damit hochverdient drei Punkte mit nach Hause in einem Spiel welches sie von Anfang an dominiert und mit dem absoluten Willen gewinnen zu wollen souverän über die Runden bringt. Trotz im zweiten Durchgang stärker aufkommenden Bedburgern und anderen Störfeuern. Glückwunsch Mädels!!!

Verabschieden möchte ich mich an dieser Stelle von Alina, zumindest vom Alemanniafußballfeld. Man sieht sich ja nicht nur ein mal im Leben :) 

Darüber hinaus neigt sich das Fussballjahr 2018 langsam aber sicher dem Ende zu. All denen die ich in den kommenden Tagen und Wochen nicht mehr begegne: kommt gut durch den Advent und habt ein schönes Weihnachtsfest!

Trainer Dino Hasagic kommentierte die Partie wie folgt: "Nun, wie beschreibe ich was ich fühle? Erleichterung, Glück und Freude... Ach Quatsch, es ist die Pure Freude, das Gefühl was man hat, wenn man bei was Geilem dabei war! Einfach nur WOW was die Mädels geleistet haben. 😁💪🏼
Bei bestem Fritz-Walter-Wetter schießen sie sich den Auswärtsfluch von Leib!
Wir haben uns vorgenommen direkt vorne drauf zu gehen und früh die Entscheidung zu suchen. Wir wollten uns vom ungewohnten Rasen nicht verwirren lassen, wir wollten den Auswärtsieg, es war unsere letzte Chance in 2018 und die haben wir sowas von genutzt!
Zum Spielberlauf: Wenn man so früh so klar führt, dann ist es die Kunst die Spannung hochzuhalten und das haben die Mädels geschafft. In der zweiten Halbzeit war es dann ein offeneres Spiel von beiden Seiten, aber auch das haben die Mädels klasse gelöst! Keine gelben Karten riskiert was nicht so einfach war und am Ende zu Null (in der 2.Halbzeit,a.d.R.) gespielt und sogar noch zwei eigene Tore erzielt! Das war einfach nur eine große Leistung und spricht für eine außergewöhnliche Mannschaft!"

Anmerkung: Bilder vom Spiel gibt es in den kommenden Tagen auf instagram (frauenpoweraachen) bzw. für Spielerinnen und Angehörige auf Nachfrage via Dropbox

Video aller Alemanniatore (https://youtu.be/pYPyEsK8n88):

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

1.MS: Auswärtsspiel gegen Arminia Bielefeld

Am 3. Spieltag führte uns der Weg nach Ostwestfalen zum Meisterschaftsfavoriten Arminia Bielefeld.
Unsere Mädels kamen gut in die Partie und besaßen auch die erste Torchance der Partie. Laura Jendrzejiko setzte sich über außen schön durch. Ihre Hereingabe fand im Zentrum Fumika Akagi. Ihr Torabschluss wurde in der letzten Sekunde noch zur Ecke geblockt.
Kurz darauf gingen die Gastgebeberinnen mit der ersten Chance im Spiel mit 1:0 in Front. Sie spielten einen technisch starken und schnellen Fußball mit zum Teil langen diagonallen Bällen hinter die Abwehrkette.
Das 2:0 viel in der 17. Spielminute.
Nach 21 gespielten Minuten bekamen wir einen Freistoß am 16er Eck zugesprochen. Fumika Akagi brachte ihn aufs Tor. Die Keeperin konnte den Ball noch parieren. Den Abpraller beförderte Svenja Streller aufs Tor. Auch dort bekamen die Gastgeberinnen noch eine Fußspitze dazwischen.
Zur Halbzeit ging es mit einem 4:0 in die Kabinen. Jacqueline Broux die ihr erstes Spiel bestritt blie…

1.MS: Sieg in Hauenhorst

Am 07. Oktober ging es nach einer spielfreien Woche (das letzte Spiel fiel aufgrund der Abstellungen an den FVM aus) zur Germania nach Hauenhorst.
Der Anstoß der Partie erfolgte bereits um 13 Uhr.
Die Gastgeberinnen erwischten den besseren Start und besaßen nach noch nicht mal einer Zeigerumdrehung den ersten Pfostenschuss in der Partie.
Danach nahmen unsere Mädels das Zepter in die Hand und dominierten die Partie.
In der 7. Spielminute wurde Laura Jendrzejko mit einem genialen Steckpass durch die Schnittstelle frei gespielt. Ihren Torabschluss parierte die Keeperin in höchster Not per Fußabwehr.
Das erlösende 1:0 fiel in der 20. Spielminute nach einer perfekten Kombination. Nina Jahr schickte Svenja Streller auf die Reise. Ihre Hereingabe ins Zentrum spitzelte Laura Jendrzejko mit der Fußspitze an der herauseilenden Keeperin vorbei.
Mit diesem Stand ging es dann auch verdientermaßen in die Umkleidekabinen. An dieser Stelle wünschen wir den zwei schwer verletzten Spieler…